DIE IKONOLUX
oder
MENTALE ZEICHNUNGEN
Die mentalen Zeichnungen von Hans Ludwig RINN, welcher der Künstler « Ikonolux » nennt, können der Bewegung ABSTRACTION LYRIQUE untergeordnet werden.
Diese Kunstart hat der Maler Georges MATHIEU 1947 wie folgt definiert :
“eine neue Form von abstracter Kunst ohne jegliche Vorsätzlichkeit, geschaffen durch eine unterbewusste Konzentration , in welcher die Ausführungsgeschwindigkeit vorrangig ist.
Seit dieser Feststellung wurde das Phänomen der mentalen Malerei sehr wenig beachtet, sodass es an der Zeit ist, die richtige Analyse zur Beurteilung dieser spontan ausgeführten Werke zu erforschen.
Die graphisch übertragenen Bilder, die in unserem Gehirn geboren werden, beweisen nicht nur ihre künstlerische Aussage, sondern sprechen von einem grossen psychologischen Interesse. Jedoch darf diese Kunstform nicht durch eine graphologische Auslegung auf Kosten des Talentes des Künstlers herabgesetzt werden.
Das Unterbewusstsein umfasst eine Menge von versteckten Motiven und das Gedächtnis der von uns aufgenommenen visuellen Eindrücke spiegelt sich in Form dieser ungewöhnlichen Zeichnungen oder Konstruktionen wieder.
Was offenbaren diese Ikonolux? Sicherlich erzeugt das Talent des Künstlers den inneren Drang zum Ausdruck von unbekannten aber interessanten Motiven, welche zu einer offenen und gerechtfertigten Kritik herausfordern. Es handelt sich hier um eine reine Kreativität, da der schöpferische Ausdruck des Unterbewusstseins sich nur in der Spontaneität äussern kann.
Selbstverständlich bedarf es des Talentes des Künstlers, ohne welches die Zeichnungen wertlos wären. Diese Ikonolux können nicht auf Kommando ausgeführt werden , da der Künstler seinen Intellekt ausschalten muss, was die rasche Ausführungszeit erklärlich macht. Es handelt sich jedoch auch nicht um einen Zufall, sondern um den Ausdruck einer inneren Kraft, die dem Geist des Künstlers zueigen ist.
Die zwischenzeitlich unternommen Forschungen bestätigen, dass das Gehirn mit grossem Unterschied auf leicht verständliche Werke reagiert im Gegensatz zu den ungewöhnlichen.
Daraus ist zu schliessen, dass der Effekt auf den Betrachter von der Ausdruckskraft der Zeichnung abhängt.
Wenn ein solches abstraktes Werk einem kundigen Publikum vorgestellt wird, geht es nicht mehr um die Interpretation des Motivs als vielmehr um die Frage des inneren Schöpfungsdranges des Künstler.
PICASSO sagte bereits: „Die Hand führt alles aus, oft ohne die Einwirkung des Geistes“ 1926
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